Das I Ging oder Buch der Wandlungen ist ein herausragendes Erklärungsmodell der Weltzusammenhänge. Sowohl das „alltägliche Leben“ in all seinen Erscheinungen und Äußerungen als auch die geistigen oder ursächlichen Hintergründe auftretender Situationen und Umstände werden in den bewegten Themenbildern seiner Trigramme und Hexagramme präzise und tiefenklärend aufgedeckt.
Auf das Sprach- und Ausdrucksvermögen der heutigen Zeit übertragen, verbirgt sich dahinter eine kulturunabhängige und alles erklärende „Weltformel“, die eine grandiose Tiefenschau in den lebendigen Organismus von Mensch und existentiellen Bedingungen gewährt. Dauerhaft tragende Lösungen auf allen Ebenen lassen sich für die vielseitigen Auseinandersetzungen mit Welt und Leben darin finden.
Was genau ist das I Ging?
- Es ist das in vierundsechzig Symbolen notierte Abbild von Welt und Leben in Bewegung
- Ein klarer Spiegel existenzieller Bedingungen und menschlicher Belange
- Ein präziser Schlüssel zu den inneren Welten in Resonanz mit der Umgebungswelt
- Ein herausragender Ratgeber für alle Lebenslagen
- Es ist unendlich inspirierend und deshalb von hohem praktischen Nutzen
- Es begeistert den feinsensiblen, den praktischen und den intellektuellen Geist gleichermaßen
- Die geistige Grundlage der Traditionellen Chinesischen und der Heilkunde im Ganzen
- Das Buch der Bewegungen von Yin und Yang und deren Wechselspiel
- Alle Farben, alle Rhythmen, alle Melodien und Klänge, alle Bewegungen, alle Formen und Raumkomponenten, alle Bilder, die den Film des Lebendigen bilden, finden sich in dessen Hexagrammen und ihren Wandlungen wieder
- Ein stimmiges Werkzeug zur harmonischen Lebensführung, zur Charakter- und Bewusstseinsbildung, zum richtigen Verhalten und zum Handeln zur rechten Zeit
“Alles was in Erscheinung tritt, hat etwas Verborgenes das im Hintergrund wirkt.”
Die “Heilung” durch die Bilder und Strukturen des Yijing, geschieht ganz einfach durch das Dabeisein, durch das Lenken des Blickwinkels der den vorgegebenen Bewegungen und Wandlungen folgt. Der Nutzen der Teilnahme zeigt sich also im natürlichen Ergebnis – dem von Zweckbindung befreiten Verstehen das sich von der dualistischen Ebene der Gegensätze, zum symmetrischen Prinzip der Wertungsfreiheit erhoben hat. Der Nutzen liegt in der Freisetzung der Kapazitäten und daraus folgend der zunehmenden Auflösung der Beurteilungen. Was der Mensch ertragen kann, liegt begründet in dem, von dem er getragen wird. Ist dies erkannt, fällt auch das subjektive Gefühl von “etwas ertragen müssen, etwas leisten müssen, etwas verstehen müssen” langsam weg.
Dies zu erkennen, ja es als feste Komponente mit einzubeziehen, ist die Stärke eines symmetrischen, polaren Weltbildes, wie es sich im I Ging findet. Keine einseitige, dualistische Betrachtungsweise, sondern eine Zweiseitige der Gleichwertigkeit, die sogleich einen übergeordneten Betrachtungswinkel hervorbringt, der alles aus der voreiligen Beurteilung und der persönlichen Betroffenheit heraushebt.
