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Tageshexagramm 18. März 2017

Tageshexagramm 18. März 2017

Hex 25 – Die Unschuld oder die Natürlichkeit

Ohne berechnende Absichten sein alten um nicht verletzt zu werden
Thema des Zeichens

Oben ist Kiën, der Himmel, unten ist Dschen, die Bewegung. Das untere Zeichen, Dschen, wird bestimmt durch den starken Strich, den es von oben her, vom Himmel, bekommen hat. Wenn demgemäß die Bewegung dem Gesetz des Himmels folgt, dann ist der Mensch unschuldig und ohne Falsch. Das ist das Echte, Natürliche, das durch keine Überlegungen und Hintergedanken getrübt ist. Wo man die Absicht merkt, da ist die Wahrheit und Unschuld der Natur verloren. Natur ohne die Direktive des Geistes ist nicht wahre Natur, sondern degenerierte Natur. Von dem Gedanken des Natürlichen aus geht die Gedankenbildung teilweise noch weiter, und so umfaßt das Zeichen auch noch den Gedanken des Unbeabsichtigten, Unerwarteten. (Aus: I Ging – R. Wilhelm)

Entsprechend der natürlichen Bewegungsabläufe in der Natur, kann auch der Mensch zum Werkzeug des Himmels werden, indem er ganz ohne berechnende Absicht in Übereinstimmung mit seinen Bedingungen handelt. In diesem natürlichen Eins-Sein (die instinktive Sicherheit) verliert auch das Unerwartete, schicksalhaft Gelenkte, seinen erschütternden Charakter und wird zum Spiegelbild der „Unschuld des Herzens“. Aber nicht alles Absichtslose ist natürlich im Geiste der schöpferischen Kraft. Folgt man allein den triebhaften Impulsen und handelt unüberlegt und rücksichtslos, dann kehrt sich die unschuldige (impulsive oder naive) Tat in ihr Gegenteil. Das Unerwartete bricht in Form von harten Schicksalsschlägen aus „heiterem Himmel“ über einen herein und bringt dramatische Wendungen ins Spiel. Harmonische, nicht unter berechnender Absicht stehende Bewegung, vollzieht sich ruhig und gefasst, weil sie in Übereinstimmung mit dem Willen des Schöpferischen steht. (Aus: I Ging – Das Buch vom Leben – R. van Osten)

Die Wandlungen des Zeichens durch den Tag

Linie 1: 23–03 Uhr
Folgt man in unschuldigem Wandel ganz der inneren Stimme, wird man die Möglichkeiten des Wirkens erfassen

Hier am elementarsten Platz der Entfaltung, beginnt sich unter Leitung der schöpferischen Kraft das junge frische Leben zu regen, was im übertragenen Sinne das unschuldige Wandeln eines Wesens symbolisiert, das ganz seiner inneren Eingebung folgt. Ein instinktsicherer und erfrischender Geist, der als echtes Naturtalent bezeichnet werden kann.

Linie 2: 03–07 Uhr
Das Feld muss ohne Hintergedanken bestellt werden

Jede Arbeit die ihrer Zeitbestimmung nach getan werden muss, darf nicht unter dem Blickwinkel der Bereicherung betrachtet werden. Ein Bauer, der Hand anlegt und sein Feld bestellt, tut dies in vollem Vertrauen auf die Ernte, ohne den entsprechenden Ertrag zu kennen. Deshalb gilt es, sich diesem Landmann gleich, klare Ziele zu setzen und diese beharrlich, ganz in der inneren Überzeugung ihrer Richtigkeit, zu verfolgen und die Ernte wird nicht ausbleiben.

Linie 3: 07–11 Uhr
Des einen Gewinn ist des anderen Verlust

Es gibt Umstände, in denen, durch andere ausgelöst, unerwartetes Unglück über einen hereinbrechen kann. Auch der redlichste Mensch kann davon betroffen werden, was als Hinweis gelten soll, selbst bei den absichtslosesten Handlungen den richtigen Zeitpunkt und Ort zu beachten. Man nehme also dieses Unerwartete als Anlass, sich mit den Gesetzmäßigkeiten des Wandels zu beschäftigen, damit das Prinzip der Natürlichkeit vor einem neuen Hintergrund erscheint.

Linie 4: 11–15 Uhr
Bleibt man seinem unschuldigen Wesenskern treu, hat man die Gunst des Schicksals auf seiner Seite

Obwohl sich auf normalerweise schwachem Platz ein starker Strich befindet, wird dieser von Weisheit und Sanftmut beherrscht. Trotzdem bleibt die ganze Situation labil, weshalb man dauernd darauf bedacht sein muss, den Überblick zu wahren und sich nicht von den Absichten seiner Umgebung beeinflussen zu lassen.

Linie 5: 15–19 Uhr
Man soll dem Schicksal seinen Lauf lassen

Manchmal tritt eine unerwartete Wendung im Leben ein, die im ersten Moment als unglücklich erscheint, aber in Wahrheit tiefere Ursachen hat. Da gilt es nun nicht krampfhaft zu versuchen dieses Übel mit äußeren Mitteln zu beseitigen sondern der Natur ihren Lauf zu lassen und es wird sich von alleine lösen.

Linie 6: 19–23 Uhr
Die einzige Handlung die jetzt noch möglich ist, ist das Üben in Geduld

Die Zeit des unschuldigen Handelns ist verstrichen, was im Klartext bedeutet, dass jede spontane Aktion ins Unglück führt. Wer jetzt kopflos, wider dem Schicksal, Fortschritt erzwingen will, der verrennt sich in der Situation und macht trotz bester Absichten alles verkehrt. Am besten man akzeptiert den Umstand, dass man ganz einfach zu spät gekommen ist und wartet ganz in Ruhe, bis die Zeiten sich wieder ändern.

(Linienkommentare aus: I Ging – Antworten aus der Tiefe des Unbewussten, R. van Osten)

Attribute zum Zeichen

Ohne berechnende Absicht sein • integer • ohne Zweifel • Natürlichkeit • die Unschuld des Herzens • ohne Hintergedanken • Unbekümmertheit • spontan • instinktive Sicherheit • vom Himmel gegeben • sein, was man ist • unbelastet • unerwartet • ohne Falschheit • unvoreingenommen

Trigramme

OT: Das Himmel
UT: Der Donner

Himmelsstamm & Erdenzweig

+HE Holz Drache
1904 ¦ 1964 ¦ 2024

Zauberschildkröte

Organ: Magen
Ma43l |Pe9r |Di3l |Ni1r

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