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Trigramme SRG

In den Wandlungen gibt es den großen Uranfang. Dieser erzeugt die zwei Grundkräfte. Die zwei Grundkräfte erzeugen die vier Bilder. Die vier Bilder erzeugen die acht Zeichen. Die acht Zeichen erzeugen die zehntausend Dinge, wie sie in den Wandlungen der 64 Hexagramme beschrieben sind.

Die acht Trigramme

Die acht Trigramme des Yijing wurden von den Alten der antiken Zeit als symbolische Analogien der Natur,- Himmels- und Seelenbewegungen aufgestellt. Sie erkannten die Natur des Göttlichen in der Dreiheit des Lebendigen und die Aufteilung des geistigen Kosmos in acht Erscheinungsformen, weshalb sie als archetypische Grundmuster des Lebens in der Außen- und der Innenwelt gesehen werden. Genaugenommen sind die acht Trigramme dreidimensionale Ausprägungen der zwei Pole von Yin und Yang in Vollendung. Acht Bausteine, die sich ergänzende, dynamische Bedingungen von öffnen und schließen, aufsteigen und

absteigen, ausdehnen und eindringen, verzehren und nähren, heiter und ruhig, aktiv und passiv, heiß und kalt symbolisieren, wie sie sich z. B. in den einzelnen Jahreszeiten zeigen. Die Datenbank der dreidimensionalen Ausprägung von Geist und Materie in acht Urbildern, die stetig und unwandelbar sind. In Bezug auf den Menschen stehen die acht Trigramme für die unterschiedlichen Aspekte des Bewusstseins, wie Empfinden, Denken, Fühlen, Körper Seele, Geist, Gewahrsein und Wollen. Kombiniert man diese acht dynamischen Werte miteinander, entstehen die 64 Hexagramme, die als das verschlüsselte Abbild des bewegten Lebens gelten.

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Qian – Der Himmel

Das Schöpferische ist stark und beherrschend

Der Himmel ist die potentielle Energie des Anfangs. Die Energie ist „der Stoff“, aus dem alle Elementarteilchen, alle Atome und daher überhaupt alle Dinge gemacht sind. Seine drei Yang-Striche stehen für den hellen Tag und die Sonne. Er ist das Symbol der Bewegung, der Aktivität, des reinen Yang, des Zenits und der Fülle an Kraft. Im Persönlichkeitsbild vertritt er das Machtvolle, Unermüdliche, Charismatische aber auch das Zerstörerische. Das zugeordnete Körperteil ist der Kopf. Sein Sinnbild ist das Pferd. In der Familie ist er der Vater. Im Zyklus der Jahreszeiten belegt er den Spätherbst, die Zeit des Gerichts über das Gewesene und das Bestimmen des Kommenden.

Seine spezifische Anmutung ist die helle Weite und die scharfen Geräusche.

Kun – Die Erde

Das Empfangende ist weich und aufnehmend

Die Erde ist der vollkommene Gegenpol zum Schöpferischen. Ihre drei Yin-Striche stehen symbolisch für die dunkle Nacht und den Mond. Sie entspricht dem Raum und der Materie in Ergänzung zur Zeit und der Energie sowie dem Hingebenden, Weichen, Rezeptiven, Passiven und der Leere. Im Persönlichkeitsbild vertritt sie das Mütterliche, das Fürsorgliche, Geduldige und Hingebungsvolle aber auch die Unterwürfigkeit und Schwäche. Das zugeordnete Körperteil ist der Bauch. Ihr Sinnbild ist die Kuh. In der Familie ist es die Mutter. Im Kreislauf der Jahreszeiten belegt sie den Hochsommer, die Zeit der reifen Feldfrüchte und der Erntearbeit.

Ihre spezifische Anmutung sind die weiten Felder und die hohlen Geräusche.

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Sun – Der Wind

Das Sanfte ist bewegend und durchdringend

Der Wind ist die Energie des Himmels, der Sauerstoff, der Leben ermöglicht. Sein einzelner Yin-Strich am Fuße der beiden Yang symbolisiert Beweglichkeit, Wandlung und Durchdringung. Es ist die Kontaktschwelle zum Irdischen, die Nahtstelle der Trennung vom schöpferischen Himmel und zugleich die Wurzel der Anbindung dorthin. Im Persönlichkeitsbild vertritt der Wind das anpassungsfähige, flexible, zielstrebige aber auch das unschlüssige und wankelmütige Temperament. Das zugeordnete Körperteil sind die Schenkel. Sein Sinnbild ist der Hahn. In der Familie ist es die älteste oder erwachsene Tochter. Im Kreislauf der Jahreszeiten belegt er den Frühsommer, die Zeit der Entwicklung und Ausbreitung des frischen Lebens.

Seine spezifische Anmutung ist das sanft bewegte Gras, sein Geräusch ist das Rauschen.

Dschen – Der Donner

Das Erschütternde ist erregend und expansiv

Der Donner ist die Energie der Erde, die Trieb- oder Entfaltungskraft, welche die Formen erzeugt. Sein einzelner Yang-Strich am Fuße der beiden Yin steht für den Samen des Schöpferischen, der im Empfangenden seinen Nährboden findet. Er ist der initiale Impuls, das zerberstende Samenkorn des Anfangs und der Donnerschlag der Erschütterung, der aufrüttelt und in Bewegung versetzt. Im Persönlichkeitsbild vertritt der Donner das sprühende, idealistische aber auch das cholerische und zornige Temperament. Das zugeordnete Körperteil ist der Fuß. Sein Sinnbild ist der Drache. In der Familie ist es der älteste Sohn. Im Kreislauf der Jahreszeiten belegt er den Frühling, die Zeit des austreibenden Lebens in der Natur.

Seine spezifische Anmutung ist das hervorbrechende Grün. Sein Geräusch ist das Laute und Kreischende.

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Li – Das Feuer

Das Haftende ist verzehrend und klärend

Das Feuer ist die Kraft des Himmels, die wärmenden Sonnenstrahlen, die Flamme, die Trockenheit und der Blitz. Seine mittlere Yin-Linie zwischen den zwei Yang steht für die Materie, an die es sich haftet und sie verbrennt. Die beiden Yang-Linien symbolisieren das Licht und die Wärme, die dadurch frei gesetzt wird. Im Persönlichkeitsbild vertritt das Feuer das temperamentvolle, kommunikative und freudige Temperament aber auch das arrogante und eingebildete Benehmen. Das zugeordnete Körperteil sind die Augen und die Funktion des Sehens. Sein Sinnbild ist der Fasan. In der Familie ist es die mittlere Tochterund die Phase der Pubertät. Im Kreislauf der Jahreszeiten belegt es den Sommer, die Zeit der bunten und strahlenden Vielfalt in der Natur.

Seine spezifische Anmutung ist die lodernde Flamme. Sein Geräusch ist das Knistern.

Kan – Das Wasser

Das Abgründige ist nährend und geheimnisvoll

Das Wasser ist die Kraft der Erde, der befruchtende Regen, die Flüsse und Bäche, der Schnee und die Kälte. Seine mittlere Yang-Linie zwischen den beiden Yin steht für den Fluss im Bauch der Erde oder die im irdischen gebundene Seele oder das Selbst. Die beiden Yin symbolisieren das Flussbett und eine tiefe Schlucht, zusammen das Sinnbild des schicksalhaften Lebenslaufes. Im Persönlichkeitsbild vertritt das Wasser das inspirierende, kreative und nachsinnende aber auch das ängstliche und schüchterne Naturell. Das zugeordnete Körperteil sind die Ohren. Sein Sinnbild ist das Schwein. In der Familie ist es der mittlere Sohn und die Phase der Pubertät. Im Kreislauf der Jahreszeiten belegt es den Winter, die Zeit der Sammlung der Kräfte in den Wurzeln.

Seine spezifische Anmutung ist das Fließende. Sein Geräusch ist das Rauschen und Glucksen.

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Dui – Der See

Das Heitere ist öffnend und vermittelnd

Der See ist die Materie des Himmels, ein Tiegel gefüllt mit Wasser, in dem sichseine schöpferische Quelle spiegelt. Seine Yin-Linie oberhalb der zwei Yang steht für die Öffnung nach außen. Sie gleicht einer Membran, die etwas von sich gibt, die einen Inhalt wiedergibt, von dem sie angeregt wird. Die beiden Yang symbolisierendiesen Inhalt, der menschlich gesehen dem angeborenen Charakter und dem Ich-Gefühl gleichzusetzen ist. Im Persönlichkeitsbild vertritt der See den redseligen, humorigen und leidenschaftlichen Charakter, aber auch die Geschwätzigkeit und das Schwermütige. Das zugeordnete Körperteil ist der Mund. Sein Sinnbild ist das Schaf. In der Familie ist es die jüngste Tochter und die Phase der Kindheit. Im Kreislauf der Jahreszeiten belegt es den Herbst, die Zeit des Einbringens der Ernte und dem Ende aller Mühen.

Seine spezifische Anmutung ist das Spiegeln. Sein Geräusch ist das Plätschern.

Gen – Der Berg

Das Stillehaltende ist schließend und distanziert

Der Berg ist die Materie der Erde. Die Ausformungen und Erhebungen, die Verkörperung der Manifestationen des Schöpferischen. Seine Yang-Linie oberhalb der zwei Yin steht für den schneebedeckten Gipfel, der dem Himmel am nächsten liegt, die beiden Yin für die Materie oder das Gestein, aus dem der Berg besteht. Menschlich gesehen gleicht dieses Bild der stillen Versenkung und der Einkehr zum Licht der inneren Weisheit. Es ergänzt das Öffnen nach außen von Dui, dem See. Im Persönlichkeitsbild vertritt der Berg den ruhigen, besonnenen und beständigen Charakter aber auch die Sturheit, den Egoismus und das Phlegmatische. Er ist dem gesamten Körper zugeordnet. Sein Sinnbild ist der Hund. In der Familie ist es der jüngste Sohn und die Phase der Kindheit. Im Kreislauf der Jahreszeiten belegt er den Vorfrühling, die Zeit des Ruhighaltens der drängenden Lebenskraft.

Seine spezifische Anmutung ist das Erhabene und Ruhende. Sein Geräusch ist das Dumpfe und Tiefe.

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