Sitemap

YI JING

Lebensbilder in Wandlung

richard-wilhelm-468x358

Richard Wilhelm 1873 – 1930

Buchempfehlungen

Filmempfehlung

  • Wandlungen
    Richard Wilhelm und das I Ging

    Dokumentarfilm über das Leben und die Lebensleistung von Richard Wilhelm von Bettina Wilhelm

    Trailer zum Film

Richard Wilhelm

„Ich halte die Herausgabe dieses Werkes (das I Ging) für Wilhelms bedeutendste Tat. Bei aller Klarheit und Verständlichkeit seiner westlichen Geisteshaltung zeigt er in dem I-Ging-Kommentar eine Anpassung an chinesische Psychologie, die ihresgleichen sucht” (Carl Gustav Jung)

Richard Wilhelm, geboren am 10. Mai 1873 in Stuttgart als Sohn eines aus Thüringen stammenden Glasmalers begann 1891 als „Stiftler” das Studium der Theologie in Tübingen. Ende 1895 wurde er in der Stiftskirche in Stuttgart ordiniert und nach einem Vikariat in Wimsheim kam er 1897 als Vikar nach Boll. Die dortige Begegnung mit Christoph Blumhardt wurde für Wilhelm lebensbestimmend. Er verlobte sich 1899 mit Christoph Blumhardts Tochter Salome kurz vor seiner Ausreise nach China im Dienste der Ostasienmission als Missionar in die gerade entstandene deutsche Kolonie Qingdao (Tsingtau).

Im Jahre 1900 heiratete er Salome geborene Blumhardt in Schanghai. Als Pfarrer, Pädagoge und Missionar betätigte er sich in dem ehemals deutschen Pachtgebiet, das 1918 von den Japanern erobert wurde. Für seine Verdienste um die chinesische Erziehung verlieh ihm der Kaiser den „Rangknopf vierter Klasse”, verbunden mit dem Titel „Dautai”.

Wegen einer schweren Krankheit (Amoebendysenterie) kehrte Wilhelm 1911 zu einem Kranheitsaufenthalt nach Deutschland zurück, reiste jedoch im folgenden Jahre wieder zu seiner alten Wirkungsstätte zurück.

Während des Ersten Weltkriegs war er lange Zeit von seiner Familie getrennt und konnte seine Arbeit in der Schule und als Pfarrer der deutschen Gemeinde in Qingdao nur unter großen Schwierigkeiten weiterführen. Wilhelm beendete im Sommer 1920 nach zwanzigjähriger Tätigkeit seine Missionarslaufbahn in China und kehrte nach Deutschland zurück.

Wilhelm wurde 1924 als Honorarprofessor auf den neugegründeten Stiftungslehrstuhl für chinesische Geschichte und Philosophie in Frankfurt /Main berufen und 1927 zum ordentlichen Professor ernannt.

Nach zehnjähriger enger Zusammenarbeit mit dem chinesischen Gelehrten Lao Nai-husan veröffentlichte er 1923 die deutsche Übersetzung des „I Ging – das Buch der Wandlungen“, das kurze Zeit später auch in englischer Sprache erschien. Wilhelm wurde nach seiner Rückkehr nach Deutschland zum „geistigen Mittler zwischen China und Europa”.

Wilhelm starb am 1. März 1930 an einer schweren Tropenkrankheit in Tübingen und wurde am 3. März 1930 auf dem kleinen Friedhof in Bad Boll, in aller Stille beigesetzt. (auszugsweise mit freundlicher Genehmigung Verlag Traugott Bautz)

Persönliche Anmerkung von René van Osten:

„Auch ich halte die Wilhelmsche Übersetzung des Yi Jing (I Ging) aus dem Chinesischen, trotz weiterer sehr guter anderer Werke, für die gelungenste, was sicherlich auch auf den Menschen Wilhelm und seine “menschen- und gottverbundene Seele” zurückzuführen ist.“

„Es spricht aus seiner Übertragung das tiefe spirituelle Verständnis eines Missionars, der selbst von den alten Wahrheiten Chinas missioniert wurde. Er war zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, wofür ihm Ehre und Dank erwiesen sei.“

Ich bin ein Textblock. Klicken Sie auf den Bearbeiten Button um diesen Text zu ändern. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

Seminare
Publikationen
Musik
Kalender
Anmeldung
Aus „Frühling und Herbst des Lü Bu We“ von Richard Wilhelm

  • Alle Musik wird geboren im Herzen der Menschen.
  • Das Herz muss in Harmonie und Ruhe sein, dann erst wird es heiter.
  • Das Übel derer, die Fehler machen ist, dass sie etwas nicht wissen und doch denken, sie wissen es.
  • Der Friede entspringt aus der Gerechtigkeit.

Aus dem „Tao te king“ von Lao Tse

  • Wenn auf Erden alle das Schöne als schön erkennen, so ist dadurch schon das Hässliche gesetzt.
  • Was ist, dient zum Besitz. Was nicht ist, dient zum Werk.
  • Herrscht ein ganz Großer, so weiß das Volk kaum, daß er da ist.
  • Das Gewichtige ist des Leichten Wurzel. Die Stille ist der Unruhe Herr.

Film zu Richard Wilhelm

Wandlungen
Richard Wilhelm und das I Ging
Ein Film von Bettina Wilhelm

“Dieses merkwürdige Buch, das aus grauen Vorzeiten zu stammen scheint, hat sich durch alle Wechsel der Zeiten durchgerettet. Und die reifste Lebensweisheit von 3 Jahrtausenden hat sich allmählich in seinen Texten als Kommentar und Deutung angesiedelt. Ein heiliges Buch, da es alle Urbilder eines reichen, schöpferischen Lebens enthält.” (aus “Wandlungen” von Bettina Wilhelm)

Wandlungen_de_1920x1284
DVD Cover
Film_Wilhelm

Carl Gustav Jung und Herrmann Hesse

Hermann Hesse

„Es ist in diesem Buch ein System von Gleichnissen für die ganze Welt aufgebaut….Wenn man eine der Zeichen-Kombinationen anblickt, sich in Kian, das Schöpferische, in Sun, das Sanfte, vertieft, so ist das kein Lesen, und es ist auch kein Denken, sondern es ist wie das Blicken in fließendes Wasser oder in ziehende Wolken. Dort steht alles geschrieben, was gedacht und was gelebt werden kann.“ (aus einer Buchbesprechung 1925, WA 12. S.33/34)

„Ich möchte einen Ausdruck finden für die Zweiheit, ich möchte Kapitel und Sätze schreiben, wo beständig Melodie und Gegenmelodie gleichzeitig sichtbar wären, wo jeder Buntheit die Einheit, jedem Scherz der Ernst beständig zur Seite steht. Denn einzig darin besteht für mich das Leben: im Fluktuieren zwischen zwei Polen, im Hin und Her zwischen den beiden Grundpfeilern der Welt. Beständig möchte ich mit Entzücken auf die selige Buntheit der Welt hinweisen und ebenso beständig daran erinnern, daß dieser Buntheit eine Einheit zugrunde liegt; beständig möchte ich zeigen,
daß schön und hässlich, hell und dunkel, Sünde und Heiligkeit immer nur für einen Moment Gegensätze sind, daß sie immerzu ineinander übergehen. Für mich sind die höchsten Worte der Menschheit jene paar, in denen diese Doppeltheit in magischen Zeichen ausgesprochen wird, jene wenigen geheimnisvollen Sprüche und Gleichnisse, in welchen die großen Weltgegensätze zugleich als Notwendigkeit und als Illusion erkannt werden.“ (aus: Kurgast, WA 7 S.111/112)

Carl Gustav Jung

„Wie viele psychische Phänomene zum Beispiel bezeichnen wir als “zufällig”, wo der Wissende nur allzu deutlich sieht, daß es sich um nichts weniger als einen Zufall handelt! Ich erinnere nur an alle jene Fälle von Versprechen, Verlesen und Vergessen, die schon Freud als keineswegs zufällig aufgeklärt hat. Ich bin daher in bezug auf die sogenannten Zufallstreffer des I Ging zur Skepsis geneigt. Es scheint mir sogar, daß die Anzahl der deutlichen Treffer eine Prozentzahl erreicht, die weit über aller Wahrscheinlichkeit liegt. Ich glaube, daß es sich überhaupt nicht um Zufall, sondern um Regelmäßigkeit handelt.

Die Wissenschaft des I Ging beruht nämlich nicht auf dem Kausalprinzip, sondern auf einem bisher nicht benannten – weil bei uns nicht vorkommenden – Prinzip, das ich versuchsweise als synchronistisches Prinzip bezeichnet habe.“ (Carl Gustav Jung: Nachruf auf Richard Wilhelm)

„I am greatly indebted to Wilhelm for the light he has thrown upon the complicated problem of the I Ching, and for insight as regards its practical application as well. For more than thirty years I have interested myself in this oracle technique, or method of exploring the unconscious, for it has seemed to me of uncommon significance. I was already fairly familiar with the I Ching when I first met Wilhelm in the early nineteen twenties; he confirmed for me then what I already knew, and taught me many things more.“ (Foreword to the I Ging, C. G. Jung, Wilhelm-Baynes, Pantheon Books, New York, 1950)